Sehenswürdigkeiten
Die reizvolle Lage Brucks wird ergänzt durch historische Sehenswürdigkeiten, die Sie bei einem Rundgang besichtigen können. Nachfolgend erhalten Sie eine kleine Auswahl:
Reste der Marktbefestigung, Halbtürme aus dem Jahre 1489
Mit dem Bau der Marktmauer durften die Brucker wahrscheinlich noch im 15. Jahrhundert beginnen. Sie war 15 Fuß hoch –also etwa fünf Meter – hatte 12 Halbtürme und drei Tore (das obere Tor beim Gasthaus Berger, das Schmiedtor in Richtung Bodenwöhr und das Badtor, etwa vor dem Eisenbahnübergang in Richtung Roding). Leider sind die Tore schon abgebrochen. Drei Halbtürme sind noch erhalten.
Erhaltene Marktmauer Rundtürme in Bruck i.d.OPf.
50 Jahre Heimat- und Bauernmuseum Mappach
Das Heimat- und Bauernmuseum Mappach wurde in seiner bisherigen Form im Mai 1978 eröffnet.
Durch die Kündigung des bis dahi bestehendenPachtverhältnisses musste ein eigenes Gebäude errichtet werden, das im September 1999 eingeweiht wurde.
Das Museum gibt einen Überblick über das ländliche und bäuerliche Leben früherer Zeiten. So sind im Erdgeschoss Leiterwagen, Dreschmaschinen, Holzfuhrwerke, Kutschen, Schlitten und Truhenwagen zu besichtigen und im Obergeschoß Schlafstuben, Wohnstuben, Hauswirtschaftsräume, ein Schulraum, eine Waschküche, ein Schusterbetrieb sowie die Ausstattung des damaligen Roten Kreuzes. Zusätzlich finden jährlich verschiedene Sonderausstellungen statt. Hier finden Sie weitere Informationen: www.museum-mappach.de
„Eckdaten“ zur Geschichte des Museumsvereins:
- 1975: „Bürgerinitiative Denkmalschutz“ in Bruck, Heribert Lercher und Konrad Wittmann entwickeln die Idee eines Museums
- 3. Juli 1975: 10 Personen gründen im Gasthaus Grimm in Bruck eine Interessengemeinschaft zur Gründung eines Museumsvereins, Vorstand Johann Lanzl
- 12. November 1975: Gründungsversammlung des Vereins „Heimat- und Bauernmuseum im Raum Bruck-Bodenwöhr-Nittenau, Sitz Bruck in Mappach“. 17 Gründungsmitglieder aus Bruck, Nittenau, Bodenwöhr. 1. Vorsitzender Johann Lanzl
- 19. Mai 1978: Eröffnung des Museums im Hart-Stadl in Mappach
- 1. Oktober 1978: erstes Erntedankfest im Museum
- 1979: Beteiligung beim ersten Brucker Bürgerfest
- 1983/85 Übernahme des Waldmuseums
- 1996 Beschluß zu einem Museums-Neubau in Mappach
- 20. September 1998: erste ökumenische Erntedankfeier auf dem neuen Museumsgelände
- 18. September 1999 Einweihung des neuen Museums
- 14. März 2000: 1.Historscher Vortrag im Museum durch Alois Wittamenn (Bader)
- 13. Mai 2000: 1. Sonderausstellung im Museum (Flachs)
- 1. Juni 2000: erste Vatertagsfeier
- 22. Juli 2000: 25-Jahr-Feier
- 16. Oktober 2000: erste Fischkirchweih
- 4. August 2002: erste historische Wanderung (Mögendorf-Schöngras-Kölbldorf)
- 7./8. Dezember 2002 Beteiligung beim 1. Brucker Weihnachtsmarkt
- 2013: Entscheidung zu einem Anbau, Förderung durch den Europäischen Fischereifonds
- 5. Juli 2015: Einweihung des Anbaus
- Oktober 2015: Erstmals Theateraufführung im Museum durch KuF
- 22.06.2025 - 50jähriges Bestehen des Heimat- und Bauernmuseums
(Danke für die Daten von Ortsheimatpfleger Dr. Alois Wittmann)
Heimat- und Bauernmuseum Mappach
Das traditionelle Erntedankfest findet jährlich am Erntedanksonntag (1. Sonntag im Oktober) statt. Es soll an die Arbeit in Landwirtschaft und Gärten erinnern und daran, dass es nicht allein in der Hand des Menschen liegt, über ausreichend Nahrung zu verfügen.
Nähere Infos finden Sie auf der Homepage http://www.museum-mappach.de/
Wallfahrtskirche St. Sebastian
Katholische Friedhofskirche St. Sebastian
Der gotische Bau aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Die Dachreiter wurden im 18. Jahrhundert erneuert. Hier war auch der Sitz einer Sebastians-Bruderschaft. Im 19. Jahrhundert entstand nach der Legende eines Marienwunders eine Marienwallfahrtskirche.
Das imposante Christopherusfresko an der Nordseite des Kirchenschiffs stammt von 1507 und wurde in den 1970er Jahren bei Renovierungsarbeiten wieder entdeckt. Die Wappenscheibe von 1593.
Hauptaltar mit üppiger, goldverzierter barocker Ausstattun, zahlreiche Devoltionalien und die in einem großen Kreuz mit Goldronkalien eingefasste Muttergottes aus dem "Marienwunder" machen die Brucker Sankt Sebastianskirche zu einem besonderen Ort der Besinnung.
Grabplatten aus dem 19. Jahrhundert am Eingang der Kirche zeugen von der Geschichte des Ortes mit kurfürstlichem Pflegamt (mit Gerichtsbarkeit) und Königlich bayerisches Forstamt.
Katholische Pfarrkirche St. Ägidius
Die Kirche wurde um 1140 vom Bamberger Bischof Egilbert geweiht. Seit der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts ist sie Pfarrkirche der Pfarrei Bruck i.d.OPf. Im Kern gotische Anlage mit Ostchor, Nordturm und Sakristei.
Vom mittelalterlichen Kirchenbau sind der gotische Chor mit Lanzettfenstern zwischen Strebepfeilern sowie die unteren Geschosse des Kirchturms erhalten. Das Langhaus und das Gewölbe wurden nach der Zerstörung im 30-jährigen Krieg neu errichtet. Die Innenausstattung ist einheitlich im barocken und klassizistischen Stil ausgeführt. Die Kirchenerweiterung nach Westen erfolgte 1855/56 (neoromanische Westfassade) und die Turmerhöhung auf 36 m mit Spitzhelm im Jahr 1889.